Eigenständigkeit mithilfe der Krankenkasse

Das Elektrofahrzeug verschafft den gehbehinderten Senioren ein hohes Maß an Eigen- und Selbstständigkeit im Alltag. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch die Finanzierbarkeit. Je nach Marke, Modell und Typ kostet ein solches Elektrofahrzeug, wie ein Besuch der Firmenwebsite von graf-carello.de zeigt, einen mittleren bis hin zu fünfstelligen Eurobetrag. Der muss finanzierbar sein; sei es aus Erspartem, oder durch einen Kredit bei der Hausbank. Doch der erste Weg für die gehbehinderten Senioren führt zu ihrer Krankenkasse; beispielsweise zu einer der bundesweit rund zehn Dutzend gesetzlichen Krankenkassen.

Anerkanntes medizinisches Hilfsmittel
So wie Brillen, Hörgeräte oder andere Hilfsmittel gehört auch das Elektromobil als eine Sonderform von Elektrorollstühlen zu den gesetzlich anerkannten Hilfsmitteln. Darüber besteht kein Zweifel, sodass die Anschaffung generell förderungswürdig ist. Wie so oft, steckt auch hier der Teufel im Detail. Dabei steht nicht das Fahrzeug als solches infrage, sondern eher sein Modell oder Typ sowie die Art und Höhe der finanziellen Unterstützung. Zunächst muss die medizinische Notwendigkeit von der gesetzlichen Krankenkasse anerkannt werden. Die Voraussetzung dafür ist eine Bestätigung des Hausarztes. Der verordnet ein Elektromobil bei entsprechender medizinischer Indikation. Jetzt führt der Weg hin zur Krankenkasse. Dort wird nicht mehr über die Notwendigkeit verhandelt, sondern über die organisatorische und finanzielle Machbarkeit.

Kaufen, mieten, leihen mit Eigenanteil oder Zuzahlung
Wenngleich der Leistungsstandard aller gesetzlichen Krankenkassen weitgehend derselbe ist, so unterscheiden sie sich doch in Details und Nuancen. Der Krankenkasse wird ein konkreter Versorgungsvorschlag über das Elektrofahrzeug nebst Kostenvoranschlag eingereicht. Die entscheidet nun ihrerseits darüber, welcher Kostenanteil für dieses Hilfsmittel finanziert wird, und welche Zuzahlung für den gehbehinderten Senior verbleibt. Hier wird in Zuzahlung sowie Eigenanteil unterschieden. Eine andere Möglichkeit ist die Überlassung eines Elektromobils zur Nutzung, vergleichbar mit einem Leasingfahrzeug ohne die Leasingrate. Das Fahrzeug bleibt im Eigentum der Krankenkasse oder des Händlers, muss also nach Ablauf der Nutzungszeit wieder zurückgegeben werden.

Fazit
Mit der entsprechenden Bestätigung des Hausarztes besteht auf jeden Fall ein gesetzlicher Anspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse auf ein Elektromobil.